Die Geest

Gletscher führten einst Gestein mit, als sie sich ausbreiteten. Und als sie schmolzen, blieb es liegen. Die Stader Geest im Alten Land gibt darüber Zeugnis ab.

Die Geest tat sich als Moränenlandschaft hervor. Gletscher führten während ihrer Ausbreitung Gestein mit. Während ihres Abschmelzens blieb der Schutt liegen. Stoppte der Prozess, stand der Gletscher, lagerte sich der Schutt ab. Hügelreihen waren die Hinterlassenschaften – als Hohe Geest bezeichnet. Die Stader Geest ist ein Beispiel dafür. Das Geestkliff zwischen Stade und Horneburg war einst das Ufer des Elbe-Urstromtals, das aus der letzten Eiszeit hervorgegangen war. Erste Siedler ließen sich am Kliff nieder, es wuchs Ort neben Ort. Verkehrswege orientierten sich an der Geestkante. Alles noch heute in der Landschaft ablesbar. Genauso wie die Teiche. Sie sind auch ein Ergebnis menschlichen Tuns. Angelegt wurden sie für die Fischzucht. Gespeist wurden sie aus den Quellen, die an der Geestkante austraten. Ebenfalls von Menschen geschaffen wurden die Sandgruben. Diejenigen, die nicht mehr dem Abbau dienen, werden zu Biotopen und haben Erholungs-Charakter für Ausflügler.

Einst war das Geestkliff voller Bäume. Weil die Menschen im 18. Jahrhundert Holz zum Verbrennen und zum Bauen brauchten, fällten sie die Bäume. Im 19. und 20. Jahrhundert sorgten Mensch und Natur dann für Wiederbewaldung. Dadurch hat der Geestrand Eschenquellwälder bekommen – unter anderem. Eindrücke von der Wirksamkeit der Natur, von den Eingriffen der Menschen können sich Spaziergänger zwischen Stade und Horneburg holen – parallel zur Bahntrasse führt ein Landwirtschafts-Weg.

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