Das Alte Land

Sand, Strand, Flüsse, Häfen, Leuchttürme, Fachwerkhäuser – und Obst, Obst, Obst. Das ist das Alte Land. Holländer haben es urbar gemacht, haben Deiche gebaut, die Marsch entwässert, Ackerbau und Obstanbau ermöglicht. Äpfel, Kirschen, Birnen, Pflaumen und Zwetschen gedeihen an der Elbe. Vor allem die Blüten von Apfel- und Kirschbäumen verschaffen dem Alten Land eine faszinierende Atmosphäre. Es gilt als das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas.

Marsch, Moor, Geest fanden die holländischen Siedler im 12. Jahrhundert vor. Um das Gebiet großflächiger zu nutzen, als es den Siedlern zuvor möglich war, wandten sie in ihrer Heimat erprobte Techniken an. Entwässerungs- und Sturmflut-Schutz-Systeme entstanden und prägten die Landschaft nachhaltig. Stück für Stück erschlossen die Holländer, auch Holler genannt, die Fläche. Dem zuerst kultivierten Teil sollen sie die Bezeichnung Altes Land gegeben haben, dem folgenden Teil die Bezeichnung Neues Land. Geblieben ist „Altes Land“ – auf Plattdeutsch „Olland“.

Es umfasst die Gemeinde Jork und die Samtgemeinde Lühe, die beide zum niedersächsischen Landkreis Stade gehören, Rübke als Ortsteil von Neu Wulmstorf und somit dem Landkreis Harburg angeschlossen sowie Cranz, Francop und Neuenfelde als Stadtteile der Freien und Hansestadt Hamburg. Gegliedert ist das Alte Land in drei Areale: Das sind die Erste Meile, die Zweite Meile und die Dritte Meile.

Auf deren fruchtbaren Böden und bei dem milden Altländer Klima gedeihen Obstbäume besonders gut. Vor allem Äpfel bringt das Alte Land hervor. Kirschen auch und noch so einige andere Früchtchen. Und weil Apfel und Kirsche so einen großen Stellenwert haben, werden ihnen zu Ehren Feste gefeiert und Majestäten gekrönt. Da gibt es unter anderem die Altländer Blütenkönigin und die Altländer Apfelkönigin. Sie repräsentieren das Alte Land.

Demnächst erfahren Sie hier mehr über die Anziehungskraft des Alten Landes.