Kirche St. Martini et Nicolai in Steinkirchen

Im 14. Jahrhundert ist die Kirche St. Martini et Nicolai in Steinkirchen, ein Ort der Ersten Meile, aufgestellt worden. Eine niedrige Wurt war quasi ihr Fundament. Sie hatte ein flaches Dach und bestand aus Feldsteinen. Um 1500 wurde aus ihr ein Backstein-Gebäude mit gewölbtem Dach, und Ende des 18. Jahrhunderts eine barocke Saalkirche. 1773 wurden ein Mansarddach, ein Holztonnengewölbe neue Fenster installiert. Nicht mit dem Kirchenschiff verbunden ist der Glockenturm aus Holz, der 1696 dazu kam und einen Granitsockel hat.

Orgelbauer Arp Schnitger hat der Kirche 1687 eine Orgel eingebaut, für die er unter anderem Pfeifen aus dem 16. Jahrhundert nutzte. Das Instrument in Steinkirchen erfuhr im Laufe der Zeit nur wenige Modifikationen. Restauriert wurde es dreimal: 1947 bis 1948, 1987 bis 1991 und im Jahr 2012. Restauriert wurden auch Kirche sowie Turm, und zwar grundlegend in den Jahren 1985/1986. Neben dem Gotteshaus ist eine Erinnerung an die holländischen Kolonisten gestellt worden, die das Alte Land urbar machten: Eine 2,20 Meter große Bronzeskulptur von Bildhauer Carsten Eggers.