Kirche St. Marien in Grünendeich

Anfang des 17. Jahrhunderts entstand die Kirche St. Marien in Grünendeich, eine Siedlung der Ersten Meile. Wegen der vielen Schiffer, die in dem Altländer Ort lebten, wurde sie auch Schifferkirche genannt. Stifterin von Grundstück und Material war Margareta Peders Dotte Skuthe aus dem schwedischen Lenköping. Sie wohnte in Grünendeich. Seinen Glockenturm mit Pyramidenhelm hat das Gotteshaus seit 1625, seine Orgel seit 1766. Der Stader Orgelbauer Dietrich Christoph Gloger hat sie hergestellt, Philipp Furtwängler 1851 umgebaut. Ein weiterer Eingriff im Jahr 1959 tat dem Instrument gar nicht gut. Doch seit 2009, nach einer Restaurierung, hat die Orgel ihren Originalklang zurück.

Die Kirche St. Marien ist nicht die erste, die in Grünendeich stand. Ihre Vorgängerin war jedoch im 16. Jahrhundert Sturmfluten anheimgefallen. Über das Kirchspiel Grünendeich im Alten Land, also über den Kirchenpredigt-Bezirk, ist erstmals um 1500 etwas zu finden. Allerdings hatte das an anderer Stelle unter anderem Namen ebenfalls eine Vorgängerin: Es war das Kirchspiel Bardesfleth in Halstenfleth, das zum ersten Mal 1139 vermerkt wurde. Beides verschwand von der Landkarte in Folge schwerer Sturmfluten.