Kirche St. Bartholomäus in Mittelnkirchen

Eine erste Erwähnung hatte die Kirche St. Bartholomäus für Mittelnkirchen im Jahr 1322. Sie steht auf einer Wurt – ein aufgeschütteter Hügel zum Schutz vor Hochwasser und Sturmfluten. Ihre Fassade ist aus Backstein. Das war nicht von Anfang an so. Hinter der roten Hülle verbergen sich Holz und Feldsteine. Material, aus dem sie einst gebaut worden war. St. Bartholomäus hat die größte Orgel im Alten Land. Orgelbauer Matthias Schreiber hat sich durch sie in Mittelnkirchen verewigt. Er erweiterte das Instrument Mitte des 18. Jahrhunderts. Ende des 17. Jahrhunderts hatte bereits Orgelbauer Arp Schnitger einen Umbau vorgenommen. Aus der einmanualigen Orgel wurde eine zweimanualige. Wer das erste Instrument im 16. Jahrhundert installierte, ist allerdings nicht bekannt. An die Seite des Gotteshauses in der Zweiten Meile kam 1721 der quadratische Glockenturm. Er hielt allerdings den Wetterunbilden nicht so ganz stand, wodurch er seine ursprüngliche Höhe einbüßte.